Die Vigilanten: Solijon II von Giuseppe Alfé

Die Vigilanten: Solijon II

Details:

Genre:Science-Fiction
Format:Taschenbuch, eBook
Seiten:528
Distributor:Neobooks, Epubli
ISBN/ASIN:978-3748512097

Klappentext:

Am Anfang läuft alles gut…

…für Captain Miles und die Crew der Sernia Black. Doch nach dem Angriff der Glooms, einer unbekannten Alien-Spezies, driftet das schwarze Kriegsschiff angeschlagen durchs All. Seit dem Kampf ist der Captain nebst einiger anderer Soldaten verschollen. Seine Stellvertreter suchen fieberhaft nach ihnen und hadern gleichzeitig damit, was sie als nächstes tun sollen. Die Gruppe der Abtrünnigen um den alten Raumfahrer Ulysses Magnus sind nach wie vor Gefangene der Sernia-Crew.

Nur ihrem jüngsten Mitglied, dem eigenartigen Jungen namens Solijon, gelang es, die Glooms fortzulocken und in die Verbotene Zone zu fliehen. Dabei scheint ausgerechnet er in seiner nebulösen Vergangenheit bereits in Kontakt mit den Glooms gestanden zu haben. Alles spricht dafür, dass nur Solijon das Rätsel lösen kann, wo der außerirdische Feind herkommt und was er als nächstes beabsichtigt. In der Hoffnung, den Jungen aufzuspüren, wagen die unfreiwilligen Helden um Captain Miles und Ulysses die gefährliche Reise in die sagenumwobene Verbotene Zone. Sie ahnen nicht, welchen Gefahren sie entgegenfliegen…

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Inhalt:

Der 2. Roman aus dem SOLIJON-Universum und seinen Sechs Welten.

Im Jahr 2204 hat der Mensch von seiner alten Heimat aus zahlreiche Galaxien erforscht. Überall dort, wo er bewohnbare Welten vorfand, hat er Kolonien gegründet. Terra ist dabei längst ein Ort des Vergessens und des Verfalls geworden. Nur die Schwachen und Armen verweilen noch auf dem sterbenden Planeten. Wer kann, versucht sein Glück in den anderen Welten des Hexagons, des interstellaren Staatenbundes, dem auch ihre außerirdischen Verbündeten – die Markkisianer, die Aidonen und die Perssa – angehören.

Das Hexagon erholt sich von einem jahrzehntelangen Konflikt mit der einst von Menschen geschaffenen Maschinen-Entität Proximo. Der Feind gilt als besiegt, doch als an den Grenzen des Hexagons merkwürdige Erscheinungen beobachtet werden, fürchtet man seine heimliche Rückkehr.

Als auch noch ein Kriegsschiff der Astroflotte am Rand der Verbotenen Zone unter ungeklärten Umständen verschwindet, wird Captain Matthew Miles mit der Aufklärung des Vorfalls beauftragt. Dabei ist die Tatsache beunruhigend, dass scheinbar ein technologisch überlegener Feind am Werke ist. Dass Captain Miles am Rand der Verbotenen Zone auch noch auf eine zwielichtige Gruppierung, angeführt vom berühmt-berüchtigten Kriegsveteranen Ulysses Magnus, trifft, schmälert nicht die wachsende Unruhe in seiner Crew. Neben dem grimmig-verschlossenen Brent Carpico und seiner Familie ist da auch noch dieser merkwürdige Junge in Ulysses‘ Gefolge, der über ungewöhnliche Fähigkeiten verfügt. Allmählich beginnt Captain Miles zu ahnen, dass ihn diese Mission an die Grenzen all dessen bringt, was er und seine Mitstreiter zu wissen glaubten.

Für alle Fans von Space Opera und SciFi-Abenteuer-Geschichten aus fernen Welten und voller fremdartiger Kreaturen.

Leseprobe

1. FEUER UND ERDE, TRÄUMT VON MIR

»Das Hexagon wird brennen!«
Unaufhörlich hämmerte dieser Ruf in Ronas Gedan-kengängen. Er wirkte derart eindringlich auf ihr Gemüt ein, dass Rona nicht eine Sekunde am Wahrheitsgehalt dieses Satzes zweifelte. Und doch blieb er aus vielerlei Gründen rätselhaft. Zunächst einmal saß sie mit Poli-anna, ihrer Adoptivmutter, in der Arrestzelle eines Raumschiffs der Astroflotte fest, abgeschirmt von allen möglichen Ereignissen und ohne Zugriff auf Neuigkei-ten, die sich bereits ereignet haben mochten. Außerdem weilten sie fernab des Hexagon-Territoriums, sofern man den letzten Aussagen des Schiffskommandanten namens Captain Miles trauen konnte.
Als nächstes Ziel war von der Verbotenen Zone die Rede gewesen; ein gefährlicher Ort, weitab von den Hexa-gon-Gebieten. Das Mädchen hatte gemeinsam mit Poli-anna, ihrem Adoptivvater Brent und ihren neuen Freunden, Ulysses und Victor, ebenfalls die Absicht verfolgt, die Zone anzusteuern. Der tollkühne Plan der Raumfahrer war allerdings in dem Moment zunichte gemacht worden, als Captain Miles und seine Crew sie allesamt abgefangen hatte.
So, wie Polianna über den Kommandanten und die anderen Leute auf diesem Schiff sprach, bestand im-merhin die vage Hoffnung, dass sie schon bald wieder freigelassen wurden. Viel hing jedoch davon ab, ob Ulysses oder auch Brent das Vertrauen von Captain Miles gewinnen konnten.
Das war alles, was Rona mit ihren elf Jahren halbwegs verinnerlicht hatte. All das erklärte nicht die wieder-kehrenden Visionen, die den unheimlichen Satz beglei-teten, der in ihrem Kopf wiederhallte:
»Das Hexagon wird brennen!«
Bei diesen Worten erstreckten sich verschiedene Traumgebilde vor Ronas geistigem Auge: Explodieren-de Raumstationen im Orbit leuchtender Planetenober-flächen, und im Vakuum hilflos dahintreibende Men-schen in silbernen Raumanzügen. Sie sah violette Blit-ze, die jede Szenerie dominierten, die sich im Kopf des Mädchens abspielte. Rona hörte Schreie, tausendfach ausgestoßen von Frauen und Männern aller Spezies, die das Hexagon bevölkerten. Schwarze, nicht näher defi-nierbare Ungetüme stürmten durch zertrümmerte Städte, eingehüllt in schwarzem Rauch. Detonationen zerrissen die Luft und ließen die mit Schutt übersäten Straßen erbeben.
Tiefgehender Schmerz, erdrückende Trauer und läh-mende Angst ergriffen von Rona Besitz und ließen sie erst wieder los, wenn sie aus diesen Alpträumen er-wachte. Jedes Mal hatte sie Polianna damit zu Tode erschreckt. Sobald Rona ihrer Adoptivmutter im schweißgebadeten Zustand berichtete, was sie gesehen hatte, erntete sie besorgte, aber keineswegs skeptische Blicke. Polianna hatte schon lange davon gesprochen, dass ihre Ziehtochter über wunderliche Gaben verfügte, die alles Natürliche überstiegen. Oft hatte Polianna die Begriffe „Präkognition“ und „Telepathie“ verwendet. Rona konnte nur wenig mit diesen Begriffen anfangen, aber ihr war dabei nie wohl zumute. Diese Gabe war keine leichte Bürde. Alles, was Rona wollte, war die Gewissheit, dass es Polianna und Brent gut ging und dass sie eines Tages einen Ort finden würden, an dem sie in Frieden leben konnten. Doch momentan ging diese Aussicht gegen null.
»Das Hexagon wird brennen!«
Der Satz ließ Rona nicht los. Handelte es sich dabei um eine Warnung, ein noch einzutretendes Ereignis oder um eine bereits ablaufende Katastrophe, von der an Bord des Kriegsschiffes noch niemand etwas ahnte? Als war die Aussicht auf diese Vision nicht schon schlimm genug, verpasste der Klang der Stimme, die diese un-heilvollen Worte verkündete, Rona den Rest. Die Stim-me war tief, schneidend kalt und klang irgendwie – unmenschlich.
Sie konnte es nicht treffender beschreiben, so oft Poli-anna auch nachhakte. »Was bedeutet das, unmensch-lich? Klang sie hart und gefühllos?«
Rona musste den Kopf schütteln, wie so oft zuvor. »Nein, nein. Die Stimme gehört zu keinem Menschen. Eher einer Maschine.«
Auch ganz ohne ihre mentalen Fähigkeiten hätte Rona die Furcht registriert, die diese Bemerkung bei Polianna auslöste. Da war ein Wissen verborgen, tief in den dunklen Augen ihrer Adoptivmutter. Noch ruhte es in einer schattigen Grube, unberührt und unsichtbar. Doch allmählich kam das Wissen zutage, begleitet von einem weiteren Spruch, der in Ronas Visionen auf-tauchte: »Das Monstrum ist begraben. Aber noch ist es nicht tot.«
Das begrabene Ungeheuer und die Sechs Welten in Flammen.
Das brennende Hexagon und das begrabene Monst-rum.
Da waren noch andere Visionen. Nur fragmentarische Bilder, die Rona inhaltlich noch nicht recht zusammen-fügen konnte. Wie jenen gespenstisch aussehenden, schwarzen Mond, der vor ihr endlos hoch aufragte und sie erzittern ließ. Oder die grellgelbe, felsige Planeten-oberfläche unter wirbelnden Staubwolken, regelmäßig von Säure-Regen heimgesucht. Sie sah deformierte, finstere Gestalten, die nur Morden und Rauben im Sinn hatten. Eine Kreatur, nein eine Echse auf zwei Beinen, die einer zarten, menschlichen Hand ihre Pranke reich-te.
Es blieben nur rudimentäre Einblicke in eine Realität, die womöglich noch in der Zukunft lag. Was auch im-mer kommen mochte, in ihrem Umfeld würden viele ein schmerzvolles Opfer bringen müssen. Dies war eine unumstößliche Gewissheit. Rona bekam bei diesem Gedanken Bauchschmerzen.
Bisweilen erblickte sie ein Abbild ihrer selbst; ein weite-res Rätsel. Sie wirkte älter als heute, war leichenblass und trug ein zerfetztes Gewand. Sie stand nahe bei ei-ner ausgewachsenen Trauerweide. Zu ihrem Erstaunen erkannte sie darin die Weide, die sie im vergangenen März auf der Insel Almaranah anlässlich ihres elften Geburtstags selbst gepflanzt hatte. Eine Böe, die vom offenen Meer her wehte, fuhr durch umliegende Büsche und die Baumkrone der Weide. Merkwürdigerweise zerzauste sie nicht Ronas lange Mähne. Auf diesen Traum folgte stets ein tiefer, rasanter Sturz, obschon sie an einem flachen Ufer stand. Über ihr erblickte sie die schlaff herabhängenden Äste der Weide. Langsam ver-sank Rona unter den Wurzeln des Baums, immer tiefer abwärts. Lockere Erde, wie eben erst aufgeschüttet, rieselte auf sie herab. Sie drohte zu ersticken. Welch‘ ein grausiger Alptraum.
Es fiel Rona schwer, diese düsteren Eingebungen wie-der abzuschütteln. Sie versuchte es mit einem Mantra der markkisianischen Schamanen, die sie während ih-res Aufenthaltes auf Markkis I auswendig gelernt hatte: »Wie tief die Furcht auch sein mag, wie schwer das Unheil auch droht, wie tödlich der Schrecken auch erscheinen mag – alles ist im Wandel, alles vergeht. Nichts ist so stark wie die beiden ewig größten Krie-ger: Gleichmut und Zeit.«
Das Mantra half ein wenig, nahm den Visionen ein Stück weit ihren Schrecken. Das eine oder andere Traumgebilde mochte nicht mehr als ein Hirngespinst sein. Rona wünschte jedoch, dass sie hinter das Ge-heimnis gekommen wäre, das insbesondere in dem Spruch vom brennenden Hexagon verborgen lag. Was ging im Hexagon vor sich? Wer würde das Feuer legen? Drohte ein Krieg unter den Sechs Welten? Und was das Ungeheuer, das Monstrum anging: Wer war damit ge-meint? Klar, im bekannten Universum existierten ge-nügend böse Kreaturen und finstere Mächte, die in Frage kommen konnten: Die kriegswütigen Kertekk auf Markkis I oder die kriminelle Brut in den Gefängnis-Schluchten von Douis. Nicht zu vergessen der unbe-kannte Feind, den Captain Miles und seine Leute jag-ten. All das konnte Rona akzeptieren. Sie wollte nur nicht wahrhaben, dass die finsteren Anspielungen wo-möglich auf jemand ganz anderen gemünzt waren. Jemand, der immer noch voller Rätsel steckte. Jemand, der bislang zwar als Freund aufgetreten, nun jedoch wieder unter Verdacht geraten war. Jemand, der ohne große Erklärungen an Bord eines Roamers ganz alleine in die roten Nebelfelder der Verbotenen Zone geflüchtet war: Der Transhumane, der wunderliche Junge namens Solijon.

Der Autor

Im Mittelpunkt meiner Geschichten stehen Elemente der Science-Fiction und der Phantastik. Die Sechs Welten des Hexagons stellte ich schon in meinem ersten Roman „Hovokk“ vor.

Mit „DIE VIGILANTEN“ führe ich die Space Opera-Erzählung „Solijon“ fort, die am September 2018 erschien und für den LovelyBooks Leserpreis 2018 nominiert war.

Über Feedback und Anregungen freue ich mich sehr.

Peace

GA

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