Hashimoto - na und! von Claudia Rauch

Hashimoto - na und!

Details:

Genre:Ratgeber
Format:eBook
Seiten:142
Distributor:Amazon KDP
ISBN/ASIN:B07FN12Q77

Klappentext:

Hashimoto klopft bei immer mehr Menschen an die Tür und nistet sich in ihr Leben ein. Aber wer ist dieser Hashimoto überhaupt, wo kommt er her und was stellt er in Körper, Geist und Seele der Betroffenen an, wenn er sich erst einmal dauerhaft eingerichtet hat?

In Hashimoto – na und! beschreibt und illustriert eine erfahrene Therapeutin die Hintergründe und Auswirkungen der Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis, die sie selbst in vielen Facetten durchlebt hat – und verleiht dabei einer schweren, mitunter dramatisch verlaufenden Erkrankung eine wohltuende Leichtigkeit: Betroffene können aufatmen, dürfen bei den humorvollen Darstellungen befreit lachen und wieder Hoffnung schöpfen.

Und sie erfahren, worauf man unbedingt achten sollte, wie und wo man wirklich hilfreiche Aufklärung und die richtige Unterstützung bekommt.

Inhalt:

Liebe Leser,

Es sind bis dato schon so viele Schilddrüsenbücher auf dem Markt. Warum sollten Sie dann ausgerechnet mein Buch kaufen? Das ist eine gute Frage. Da ich ja selbst eine Schilddrüsenerkrankung habe, wurde ich natürlich neugierig, wie das Beschwerdebild der Erkrankung Hashimoto-Thyreoiditis in den verschiedenen Büchern dargestellt wird. Ich hab mir deshalb ein paar Bücher darüber gekauft – und war schwer enttäuscht. Die Erklärungen sind zum Teil für einen Laien viel zu medizinisch, unverständlich und wenn ich am Ende des Buches angekommen war, fühlte ich mich noch viel kränker, als ich eigentlich bin. Das konnte so nicht bleiben. Ich hab dann angefangen, die Erkrankung mit all ihren Facetten zu zeichnen und exakt zu beschreiben. Und siehe da-auf einmal verstanden meine Patienten, warum es ihnen so geht. Es sind über 40 Grafiken mit im Buch, die das ganze Thema auflockern und der Hashimoto-Thyreoiditis eine gewisse Leichtigkeit verleihen. Und die Schildi? Die freut sich, wenn sie helfen kann.

Leseprobe

HASHIMOTO – der Schub:
Ich habe eine quakende, brennende Kröte im Hals
Der schulmedizinische Aspekt hinter einem „Schub“ bei Hashimoto
Redet der Mediziner von einem „Hashimoto-Schub“, so meint er die momentane Entzündungslage der Schilddrüse mit all ihren Nebenwirkungen. Das Immunsystem greift gerade mal wieder die Schilddrüse an und versetzt den ganzen Körper mit in Aufruhr.
Doch was passiert da eigentlich? Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass der Hashi ein Chamäleon ist, das sich bei jedem Betroffenen anders zeigt. Manche spüren auch gar keine körperlichen Symptome, bei ihnen schlägt der Schub nur voll auf die Psyche.
Der Hals kratzt, es sitzt ein Frosch im Hals (bei mir ist es eher eine ausgewachsene Erdkröte), Grippesymptome, die Stimme versagt, man wird hibbelig, das Gehirn streikt, Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Durchfall, man fühlt sich ausgelaugt, weinerlich, nicht belastbar, reizbar und aggressiv … manchmal auch depressiv.
Das Schilddrüsengewebe ist geschwollen, die Raumforderung drückt auf Luftröhre und Stimmbänder. Die Stimme? Welche Stimme? Die Begriffe „Krächzen“ und „Quaken“ beschreiben es wohl besser.
Sie sehen, der Hashi hat ein breit gefächertes Repertoire. Er wütet im gesamten Körper, und das alles, weil die Schilddrüse gerade wieder entzündet ist.
Hier gilt es jetzt, den Ursachen für den Schub auf den Grund zu gehen. Ist es der Schlafmangel, weil das Baby dauernd schreit? Habe ich zu viel inneren Druck, weil Prüfungen anstehen oder mich die Arbeitssituation belastet? Macht mich der seelische Kummer wegen der zerbrochenen Partnerschaft oder Freundschaft mürbe? Ist die letzte Grippe nicht richtig auskuriert worden? Oder liegt es an der Junkfood- Ernährung, die dem geschwächten Körper zusetzt?
Sind bereits andere Autoimmunerkrankungen vorhanden wie z. B. Morbus Crohn, Diabetes, Rheuma oder Colitis ulcerosa? Bekomme ich keine Regenerationsphasen mehr? Liegt es an hormonellen Problemen, die mir den Schlaf rauben? Ist irgendwas Traumatisches passiert wie der Tod eines nahen Angehörigen, ein Autounfall oder ein Schock?
All das kann einen erneuten Entzündungsschub in der Schilddrüse auslösen. Wenn Sie erkannt haben, wer oder was der Auslöser ist, nutzen Sie die Chance, es zu ändern oder therapeutisch zu behandeln.
Jeder Tag ist ein neuer Tag, und jeden Tag haben Sie die Möglichkeit, alte Baustellen zu schließen, Neues auszuprobieren und von vorne zu beginnen. Nur Mut. Veränderung bedeutet Wachstum und setzt neue Energien frei.

HASHIMOTO – ja, bist du deppert?
Der schulmedizinische Aspekt hinter dem „Gehirnnebel“ bei Hashimoto
Unsere Schilddrüsenhormone sind für ein funktionierendes Gehirn enorm wichtig. Sind zu wenig davon vorhanden, wirkt sich das auf die Gehirnfunktion aus, mit dem sogenannten Gehirnnebel.
Was wollte ich jetzt?? Wo habe ich denn die Nudeln hingeräumt?? Wie heißt die Frau noch mal?? Meine Telefonnummer? Äh – warten Sie mal kurz. Grübel ... wie peinlich.
Watte und Leere im Kopf, Gehirnaussetzer … Erinnerungsvermögen – was war das noch mal?? Konzentration – hallo, wo bist du??? Verschwunden, einfach weg, unbekannt verzogen.
Ich stehe im Supermarkt vor dem Produkt, laufe zehnmal daran vorbei und sehe es nicht. Irgendwas wollte ich doch gerade tun? Vergessen. Konzentration? Fehlanzeige! Wo habe ich denn das Auto geparkt?? Der Ehepartner rollt mit den Augen und kann so manches einfach nicht mehr nachvollziehen.
OH MANN ... wie peinlich ... und der Spott lässt oft nicht lange auf sich warten. Aber warum ist das so?
Ein wesentlicher Grund liegt darin, dass mit den fehlenden Hormonen auch der Zusammenbruch unserer Blut-Hirn-Schranke einhergeht. Insbesondere bei Leaky Gut, dem undichten Darm, gelangen die Proteine, die uns eigentlich schützen sollen, vor allem das Zonulin, über das Blut ins Gehirn und führen dort zu Dauerentzündungen – das Gehirn „vernebelt“.
Im Entzündungsschub leiden wir vermehrt unter diesen „Hirnaussetzern“. Gerade für Menschen, die „ihren Mann stehen müssen“, sonst immer alles regeln und sehr taff sind, ist es besonders schlimm, wenn der Hashi wieder zuschlägt.

Auch ich kenne das Phänomen, fühlte mich in dieser Phase völlig unfähig, verängstigt, ja wirklich verzweifelt, und ich habe geweint, weil mich mein bis dahin so top funktionierendes Gedächtnis völlig im Stich ließ. Ich konnte mir nichts mehr merken. So etwas war mir bis dato völlig unbekannt. Glauben Sie mir, das war bei den wenigen Symptomen, die ich hatte, das Schlimmste für mich. Allerdings spitzten sich diese Symptome bei mir unter der kurzzeitigen Einnahme von L-Thyroxin extrem zu.
Und manchmal steht man dann mit Tränen in den Augen im Flur, weil man sich so schämt ... vor dem Partner, vor den Patienten und am meisten vor sich selbst.

HASHIMOTO – der Darm:
Gestatten, mein Name ist Leaky Gut
Der schulmedizinische Aspekt hinter dem Leaky Gut Syndrom bei Hashimoto
Durch die dauerhaften Entzündungen in der Schilddrüse werden auch die Schleimhäute geschädigt, insbesondere die Darmschleimhaut. Wir haben eine Barriere in der Schleimhaut. Diese Eiweißverbindungen heißen „Tight Junctions“, und sie haben die Aufgabe, schädliche Stoffe zurückzuhalten, damit sie im Körper keinen Schaden anrichten. Die „guten“ Stoffe lassen sie jedoch durch. Man nennt das „semipermeabel“ – also halb durchlässig.
Ist nun diese Barriere durch Entzündungen oder Fehlbesiedelungen des Mikrobioms (Ansiedlung aller Mikroorganismen im Darm) zerstört, gelangen die „schlechten“ Stoffe in den Blutkreislauf, obwohl sie dort gar nichts zu suchen haben. Sie veranstalten durch eine vermehrte Histamin-Ausschüttung dann regelrechte Partys. Hyper! Hyper! Loveparade im Körper. Da geht dann so richtig die Luzi ab.
Die Auswirkungen eines Leaky Gut sind sehr vielfältig und reichen von Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall über Magenbeschwerden, häufige Infekte, Vergesslichkeit, Herzrasen, Kopfschmerzen und Hautausschlägen bis hin zur Neurodermitis, Psoriasis und Depression.
Gleichzeitig können wichtige Nährstoffe wie Vitamine, Mineralien und Spurenelemente von der Darmschleimhaut nicht mehr aufgenommen werden, den Stoffwechsel versorgen und die Zellen reparieren. Es kommt, trotz guter Ernährung, zu Nährstoffmangel und einer Unterversorgung.
Sie können sich das ungefähr so vorstellen: Flüssiges Gold läuft über Ihren Mund durch den ganzen Körper und über Urin und Stuhlgang komplett wieder hinaus, es bleibt nichts im Stoffwechsel hängen – damit produzieren Sie dann nur teuren Müll.
Hier gibt eine Stuhlprobe Auskunft über den Zustand Ihres Darms, vertrauen Sie sich bitte hierzu einem guten Heilpraktiker an, denn die Labore, mit denen wir zusammenarbeiten, haben bei den Untersuchungen andere Parameter zur Verfügung als die Schulmedizin.

Die Autorin

Claudia Rauch, geboren 1968, ist Heilpraktikerin, zertifizierte Osteopathin und ausgebildete Schilddrüsenpraktikerin nach Dr. med. Berndt Rieger. Sie praktiziert seit 2010 in ihrer eigenen Praxis in Bad Wörishofen. Ihre Schwerpunkte liegen in der Behandlung des Bewegungsapparates und der Schilddrüse. Im Frühjahr 2017 erhielt sie selbst die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis und berichtet in diesem Buch von ihren eigenen Erfahrungen – auf ihre lockere und zugleich einfühlsame Art und Weise.

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